Von der Vision zum fertigen Bild

Der wolkenlose Himmel wirkt uninteressant

Das rohe Foto
Das rohe Foto

In diesem ersten Beitrag möchte ich Ihnen den Prozess von einer Vision bis zum fertigen Bild vorstellen. Dieses Bild der Bartmeise habe ich im letzten Herbst im Fanel fotografiert. Im Herbst versammeln sich Bartmeisen in kleinen Trupps. Diese sind aber im Schilf oft schwer zu erkennen. Ihre unverkennbaren Rufe verraten sie aber. Als ich am Schilfrand, dauerte es nicht lange bis ich die ersten Rufe hörte. Ein Trupp von etwa 10 Meisen hüpfte von Halm zu Halm und frassen Schilfsamen. Ich stellte also mein Stativ in der Nähe auf und wartete.

Leider war die Bartmeise etwas höher gelegen als ich.  Der Hintergrund war deshalb ziemlich langweilig.

 

Ich versuchte mit dem Schilf etwas Struktur ins Bild zu bringen. Ich konnte jetzt also nur noch hoffen, dass sich eine Bartmeise auf den richtigen Halm setzte. Nach einiger Zeit hatte ich Glück. Weil die Bartmeise relativ nahe war, wurde das Schilf rundherum unscharf. Als ich durch den Sucher sah, wusste ich schon genau: Das ist das Foto! Ich stellte scharf und drückte auf den Auslöser...

Klick!

Klick!

 

Da ich im RAW-Format fotografiere, musste ich in Adobe Lightroom einige Änderung bezüglich Weissabgleich, Kontrast, Farbe und Schärfe vornehmen.

 


Das fertige Bild
Das fertige Bild

In Adobe Photoshop nahm ich dann noch lokale Anpassungen vor. So nahm ich z.B. einige Details aus dem Schilf. Bei der Bartmeise verstärkte ich den lokalen Kontrast. Damit der Farbkontrast nicht zu stark ist, zog ich zum Schluss die grünen und blauen Farbkanäle im Hintergrund etwas zurück.

 

Das Bild gefällt mir sehr gut, da es zwar recht einfach gestaltet ist aber trotzdem fürs Auge interessant wirkt. Der blaue Himmel und die grünen Blätter wirken als guten aber nicht zu akuten Farbkontrast.

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Aktualisiert: 3.12.2018