Neusiedlersee Teil I

In den Sommerferien verbrachte ich eine Woche am Neusiedlersee. Der Neusiedlersee liegt nur etwa 50 Kilometer im Süden von Wien und ist mit 320km^2 der grösste See ohne Zu- oder Abfluss in Mitteleuropa. Mehr als die Hälfte der Seefläche ist mit Schilf bewachsen. Zusammen mit mehreren Salzlacken und weitläufigen Brachwiesen bildet der Neusiedlersee ein äusserst interessantes Gebiet für Tierfotografen und Vogelbegeisterte mit einem gewaltigen Artenreichtum. 

Schon bei der ersten kurzen Erkundungstour mit dem Fahrrad konnte ich zahlreiche Neuntöter, Haubenlerchen und sogar mehrere Rotfussfalken beobachten. Leider war das Licht nicht optimal und so ging ich bereits früh ins Bett. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 4.30 Uhr. Noch etwas müde stieg ich aufs Fahrrad und fuhr zu den nächstgelegenen Brachwiesen. Genau als die Sonne langsam über dem Horizont emporstieg entdeckte ich eine Gruppe Wildkaninchen. Im Gegenlicht wurden die Konturen wunderbar angeleuchtet.

Ich konnte mein Glück kaum glauben als kurze Zeit später eine Haubenlerche vor mir auf dem Veloweg landete. Diese suchte zwischen der Strasse und dem Veloweg nach Futter. Im Abstand von etwa 15m legte ich mich auf den Boden und hoffte, dass die Lerche an mir vorbeilaufen würde. Glücklicherweise entschied sich die Lerche in meine Richtung zu laufen. Die Sonne stand noch immer sehr tief am Horizont und so konnte ich nochmals ein ähnliches Bild realisieren. Um 5.20 Uhr war ich also mit meiner Ausbeute schon mehr als zufrieden.

In der anliegenden Wiese konnte ich einen Neuntöter entdecken. Dieser war nur wenig scheu und so konnte ich ihm während mehreren Minuten beim jagen zuschauen. Das bot mir die Chance den Neuntöter auf verschieden Sitzwarten und in verschiedenen Lichtsituationen zu fotografieren.

Ein Bluthänfling-Paar auf einem Parkplatz versüsste mir den Morgen noch zusätzlich. Die beiden waren zwar etwas scheuer, eine Hecke bot mir aber den nötigen Sichtschutz, damit ich auf 'Foto-Distanz' gelangen konnte.

Gegen 7 Uhr wurde das Licht bereits zu hart. So packte ich meine Kamera ein und fuhr wieder zur Unterkunft zurück...

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Aktualisiert: 15.8.2019